Jetzt anfragen!

  • Erbrecht

    Fachartikel-Suche

Notarielles Testament in Spanien: Dringend notwendig!

Warum es für deutsche Immobilieneigentümer in Spanien geradezu eine Pflicht ist, ein notarielles Testament zu beurkunden.

 

Die Beurkundung eines notariellen Testaments in Spanien bringt nichtresidenten und residenten ausländischen Immobilieneigentümern viele praktische Vorteile: Sie sparen Zeit, Geld und Nerven. Manchmal ist ein solches Testament für die Erben aber auch das einzige Mittel, um die Erbschaft in Deutschland und Spanien überhaupt annehmen bzw. abwickeln zu können.

 

Die direkte Abfrage eines Testaments im Testamentsregister in Madrid macht eine in Spanien obligatorische notarielle Erbschaftsannahme binnen Wochenfrist möglich, wodurch die üblichen Frist- und Steueraufschlagprobleme umgangen werden. Lästige Vorarbeiten – wie das Einholen von Erbscheinen, Haager Apostillen, diplomierte Übersetzungen und internationale Sterbeurkunden aus Deutschland - entfallen.

 

Neben der Beurkundung eines notariellen Testaments ist in Spanien darauf zu achten, dass das Vorhandensein und die gleichzeitige Gültigkeit des spanischen Testaments in einem etwaig existierenden deutschen Testament vermerkt wird. Dies kann auch mittels eines ergänzenden Zusatzes nachträglich erfolgen. Gleichzeitig sollte nach der weiterreichenden und aktuellen Entscheidung des OLG München in einem so genannten Berliner Testament, bei dem sich die Eheleute gegenseitigen zu Erben einsetzten, nachträglich verfügt werden, dass die Bindungswirkung der sogenannten wechselseitigen Verfügungen auch nach dem Tod eines Testierers erhalten bleiben. Hierdurch wird die Position und der Anspruch des Schlusserben gesichert. Das Vermerken des spanischen Testaments in einer deutschen notariellen Erbverfügung vermeidet etwaige Konkurrenzen. Das spanische Testament bildet sodann ein Vermächtnis in dem Verhältnis zudem im Heimatland niedergelegten letzten Willen und besteht ergänzend hierzu, da es sich allein auf spanische Vermögenswerte bezieht und auch nur in dem spanischen Rechtsraum Wirksamkeit entfaltet, was wiederum in der spanischen Verfügung anzugeben ist.

 

Weiterlesen

Schenken: jetzt wird es interessant

Die Angleichung des Schenkungssteuersatzes zwischen Steuerin- und ausländern scheint auf den Balearischen Inseln nicht mehr aufzuhalten zu sein

Gerade deutsche Eigentümer einer Immobilie auf den Balearen interessieren sich häufig für die Schenkung der betreffenden Liegenschaft an ihre Kinder. Dies ist auch nachvollziehbar: Im Eltern-Kind Verhältnis besteht in Deutschland ein Freibetrag in Höhe von 400.000 € pro Elternteil und Kind – und dies alle 10 Jahre erneut. D.h., dass es sich vor diesem Hintergrund erbschaftssteuerlich vorteilhaft auswirkt, wenn man zu Lebzeiten möglichst viel von dem weltweit vorhandenen Vermögen auf seine Kinder überträgt. Die Frage, die sich sodann in Bezug auf eine Spanienimmobilie stellt, ist: Welche Kosten fallen dort für eine lebzeitige Übertragung an? 

Weiterlesen

Was Österreicher und Schweizer bei der Erbschaftsannahme auf den Balearen beachten sollten

Nahezu wöchentlich wird die Rechtssituation von deutschen Erben im Zusammenhang mit dem auf dem Balearen anzutretenden Nachlass beleuchtet. Die Besonderheiten des österreichischen und schweizerischen Erbrechts sollten zu Gunsten der Mitbürger aus dem entsprechenden Staaten nicht außer Acht gelassen werden.

Auch für Österreicher- und Schweizer Staatsbürger, die Immobilieneigentum auf Mallorca erben, gilt die Maßgabe, dass zunächst eine notarielle Erbschaftsannahme in Spanien zu unterzeichnen ist, bevor die Erbschaft angetreten werden kann, d.h. z.B. entsprechende Vermögenswerte im spanischen Grundbuch umgetragen werden können. Anders als in der Schweiz und Österreich – wo man wie im deutschen Rechtsraum automatisch mit dem Tod des Erblassers Erbe wird – wird man in Spanien erst durch den notariellen Akt der Erbschaftsannahme zum Erben.

Dem spanischen Notar ist ein Erbnachweis vorzulegen. Für den schweizer Staatsbürger ist dies – wie bei den deutschen Staatsbürgern – der Erbschein. In der Schweiz wird durch örtliche Kantonsbehörde auf Antrag eine Erbbescheinigung erteilt. In Österreich ist eine Einverantwortungsurkunde bei dem örtlich zuständigen Verlassenschaftsgericht zu beantragen. Von dem Gericht wird ein Gerichtskommissär, ein Notar, bestellt, der die Einverantwortungsurkunde auszustellen hat. 

Damit der jeweilige Erbnachweis von einem spanischen Notar anerkannt wird, muss dieser im jeweiligen Ausgangsland mit der sogenannten Haager Apostille versehen werden. Danach ist die Urkunde zusammen mit der Apostille durch einen diplomierten Übersetzter beglaubigt in die spanische Sprache übersetzten zu lassen. Des Weiteren sind eine internationale Sterbeurkunde und ein sogenannter Negativauszug aus Madrid vorzulegen. Der Negativauszug aus dem Verfügungsregister in Madrid, dem registro de las ultimas voluntades – weist nach, dass kein der Erbbescheinigung beziehungsweise der Einverantwortung vorgehendes spanisches Testament vorhanden ist. Der jeweilige Erbe sollte eine Fachkanzlei mit der Beantragung des entsprechenden Zertifikates beauftragen. Die Erbschaft muss in Spanien innerhalb einer Frist von sechs Monaten angenommen werden. Auch für potentielle Erblasser aus Österreich und der Schweiz bietet es sich daher aus praktischen Gründen an, ein Testament in Spanien zu beurkunden, dass eine Erbbescheinigung aus dem eigenen Land, deren Beantragung und deren Legalisierung meist mehrere Monate in Anspruch nehmen würde, ersetzt.

Das spanische Testament kann sich allein auf das in Spanien belegende Vermögen beziehen. Österreichische Staatsbürger sollten gemäß geltendem EU-Recht eine Rechtswahlklausel voranstellen, in der die Anwendung österreichischem Rechts sichergestellt wird. Für schweizer Staatsbürger gilt das Staatsangehörigkeitsprinzip, d.h., dass – unabhängig von einem gewöhnlichen Aufenthalt – schweizer Erbrecht zur Anwendung kommt.

Es muss in diesem Zusammenhang auf den wesentlichen Unterschied des Pflichtteilsrechtes zwischen der österreichischen und schweizer Rechtshemisphäre auf der einen Seite und dem spanischem Erbrecht auf der anderen Seite hingewiesen werden. Nach dem österreichischen und schweizer Erbrecht besteht seitens der Abkömmlinge des Erblassers und des Ehegattens eine Pflichtteilsberechtigung gegenüber einem testamentarisch benannten Erben. In Österreich ist dies die Hälfte des gesetzlichen Erbanspruches, in der Schweiz stehen den Kindern 75 % und dem Ehegatten 50% des Erbanteils zu. Die Pflichtteilsberechtigten sind dabei lediglich zivilrechtliche Anspruchsinhaber gegenüber dem Erben. Nach dem spanischen Erbrecht hingegen handelt es sich bei den legitimarios um Pflichtteilserben, die eine dem Erben ähnliche Stellung einnehmen und die notarielle Erbschaftsannahmeurkunde, die in Spanien zur Umschreiben von Vermögenswerten niederzulegen ist, mit zu unterzeichnen haben.

Da österreichische und deutsche Staatsbürger deren gewöhnlicher Aufenthalt zum Zeitpunkt des Todes in Spanien lag, nach spanischen Erbrecht behandelt werden, sollten diese – aus den genannten Gründen – von einer Rechtswahlklausel in einem spanischen Testament Gebrauch machen.

Nach allem ist unbedingt auch auf die Erbschaftssteuer einzugehen. Während österreichische Erben generell und schweizer Erben im engeren Familienverhältnis nach ihrem Heimatrecht steuerfrei bleiben würden, müssen sie für Vermögenswerte, die sie in Spanien erben, in jedem Fall Erbschaftssteuern entrichten. Kinder und Ehegatten österreichischer Nationalität haben lediglich 1 % Erbschaftssteuer zu entrichten wenn der Erblasser aus einem EU-Land stammt und der Erbschaftswert weniger als 700.000 € beträgt. Schweizer Erben erster Ordnung haben hingegen horrende Steuersätze zwischen 25 % und 81 % des Erbschaftswertes an das spanische Finanzamt abzuführen.

Es sollte daher in jedem Fall professioneller Rat eingeholt werden. Es ist sowohl österreichischen als schweizer Staatsbürgern mit Vermögen in Spanien anzuraten, ein spanisches Testament zu beurkunden.

Eine Erbschaftsannahme darf nicht vertrödelt werden!

Eine Erbschaftsannahme muss in Spanien - ohne Ausnahme - innerhalb von 6 Monaten abgewickelt werden. Sodann muss sie auch immer bei der Vererbung einer Immobilie zu notarieller Urkunde angenommen werden.

Dies verstehen viele deutsche Mandanten nicht, die zu Hause automatisch mit dem Erbfall Erbe werden und dann irgendwann - ohne Zeitdruck - einen Erbschein bei dem zuständigen Amtsgericht beantragen können. Die Versäumung der Frist in Spanien ist aber kein Spass: die ohnehin nicht selten hohe Erbschaftssteuer für Steuernichtresidente wird durch das Verpassen der Frist zuletzt noch einmal um 20 % erhöht. Daher sollte sich der potentielle Erbe einer Immobilie in Spanien darüber im Klaren sein, dass eine Erbschaftsannahme zeitig vorzunehmen ist.

Weiterlesen

Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

Eine wichtige Ergänzung zu der vermögensrechtlichen Nachlasssicherung

Wir betreuen im Rahmen unserer anwaltlichen Tätigkeit viele unserer Mandanten im Erbrecht. Überwiegend geht es hierbei um die Vermögensberatung hinsichtlich des Erbschaftsfalls, und um die Klärung steuerrechtlicher Fragen in diesem Zusammenhang.Es muss aber gerade im Bereich des Erbrechts auch darauf hingewiesen werden, dass jeder Mensch z.B. durch Krankheit oder einen Unfall in eine Situation kommen kann, in der er selbst keine eigenen Entscheidungen mehr treffen kann. Es ist deshalb unerlässlich, für einen solchen Fall rechtzeitig die notwendige Vorsorge zu treffen.

Weiterlesen

Nachlassicherung durch ein spanisches Testament beinhaltet noch keine steuerliche Vorsorge

Die Frage, ob es ratsam und sinnvoll ist, ein spanisches Testament anzufertigen, wenn Immobilieneigentum in Spanien vorhanden ist, ist positiv zu beantworten. Durch das Vorhandensein eines in spanischer Sprache verfassten und den spanischen gesetzlichen Formvorschriften genügenden Testamentes wird in ersten Linie die Notwendigkeit der beglaubigten Übersetzung deutscher Dokumente wie Erbschein oder Testament und deren dann durch das zuständige Landgericht vorzunehmende Versehung mit der sog. Haager Apostille umgangen.

Dies stellt eine wesentliche Erleichterung der Erbangelegenheit dar, denn in einer ohnehin angespannten Situation nach einem Erbfall ist die Ersparniss an Zeit und Nerven als äusserst wertvoll anzusehen.

Dies nicht zuletzt deshalb, da eine Erbschaft in Spanien innerhalb von 6 Monaten nach dem Versterben des Erblassers zu einer notariellen Urkunde anzunehmen ist, d.h. auch jeder zeitaufwendige Behördengang vermieden werden sollte.

Weiterlesen

Die Vereinfachung der Erbschaftsannahme in Spanien durch die rechtzeitige Verfügung eines notariellen Testamentes

Wie kann eine Erbschaft in Spanien vollzogen werden, ohne dass ein “spanisches Testament“ vorhanden ist?

Dieser häufig gestellten Frage ist zunächst zu entgegnen, dass es kein “spanisches Testament” im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr ein bei einem spanischen Notar in spanischer Sprache und den spanischen gesetzlichen Formvorschriften genügendes, beurkundetes Testament gibt. Dieses kann durchaus auch in Deutschland Gültigkeit besitzen.

Ist ein solches Testament nicht existent, so muss ein gesetzlicher Erbschein bzw. auch ein im Ausland verfasstes, verwendbares Testament oder Erbvertrag vorgelegt werden, damit das Erbe in Spanien angetreten werden kann. Eine Ausnahme gilt hier insbesondere für Niederländische Staatsbürger, für die eine Erbschaftsannahme ohne Erbschein und Testament möglich ist, wenn Sie bereits seit mehr als 5 Jahren in Spanien leben und über einen Wohnsitz im Heimatland nicht mehr verfügen.

Weiterlesen

Die Umschreibung von in Spanien befindlichen Vermögenswerten im Erbfall

Wenn es zu einem Erbfall kommt, bei dem auch Vermögenswerte in Spanien betroffen sind, können sich verschiedene Probleme ergeben.

Anders als im mitteleuropäischen Rechtsraum wird ein Erbberechtigter in Spanien nicht automatisch durch den Erbfall Erbe, sondern erst durch eine notariell beurkundete Erbschaftsannahme bzw. eine erbschaftssteuerrechtliche Liquidation, die als solche - zum Beispiel im Sinne eines Eigentumsüberganges im Grundbuch – eingetragen werden kann. In diesem Zusammenhang gilt es sodann verschiedene Dokumente vorzulegen.

Weiterlesen

Das Modell 720 und die spanische Erbschaftssteuer: Ein unterschätzter Zusammenhang

Auch zu Beginn des Jahres 2014 wurde bereits vieles über das Modell 720 und die damit in Spanien einhergehende Verpflichtung, im Ausland belegene Vermögenswerte anzugeben, geschrieben und berichtet.

Das Thema ist auch nach wie vor ein aktuelles und dringendes, da viele deutsche Mallorcaresidenten die Problematik weiterhin in verschiedener Hinsicht unterschätzen: Die Deklarationsfrist für Steuerresidente ist zwar Ende April 2013 abgelaufen, aber auch diejenigen Steuersubjekte, die sich erstmals im Jahre 2013 mehr als 183 Tage im Jahr in Spanien aufhielten, deren Anteil an einem Vermögenswert (z.B. Immobilie, Konto, Anlagevermögen) erstmals den Wert von 50.000,00 € überstieg oder die bisher die Deklarationsfrist einfach missachteten, müssen nun in der Nachfolge eine entsprechende Erklärung abgeben. Die Strafen, die bei einer Unterlassung ausgesprochen werden sind sehr hoch und können existenzgefährdende Ausmaße annehmen.

Weiterlesen

Der Wegfall des Staatsangehörigkeitsprinzipes im europäischen Erbrecht

Wie wirkt sich die aktuell mögliche Rechtsänderung auf deutsche Eigentümer auf Mallorca aus?

Bisher galt für deutsche Immobilieneigentümer auf Mallorca hinsichtlich der Erbfolge aufgrund des Staatsangehörigkeitsprinzipes und des in Spanien und Deutschland bestehenden Erbstatutes allein deutsches Erbrecht im Bezug auf die Erbfolge. Dies unabhängig davon, ob der Liegenschaftsinhaber auch Resident in Spanien war oder nicht. Dieser Umstand wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gemäss einer Verordnung des Europäischen Parlamentes und des zuständigen Rates bzgl. öffentlicher Urkunden in Erbsachen eine wesentliche Rechtsänderung erfahren: nunmehr soll in den Mitgliedsländern ausschliesslich das Recht des sog. letzten gewöhnlichen Aufenthaltes über die Anwendung eines nationalen Erbrechtes entscheiden.

Weiterlesen

Fit für den Verkauf

Man steht den Käufern von Immobilien in allen Medien mit Rat und Tat zur Seite. Aber die Rechtssituation der Immobilienverkäufer ist nicht außer Acht zu lassen. So sind einige Weichen zu stellen und Vorbereitungen zu treffen, bevor eine Liegenschaft verkauft werden kann.

Zunächst muss sich der Verkäufer über den zu erzielenden Verkaufspreis im Klaren sein. Wer ganz sicher gehen möchte, sollte eine offizielle Schätzung des Marktwerts der Immobilie in Auftrag geben. Wer sich die Kosten des Gutachtens sparen möchte, sollte zumindest Fachleute unabhängig voneinander bezüglich des Wertes befragen und dann einen mittleren Wert festlegen. Nach der Wertermittlung sollte eine gewinnsteueroptimierende Beratung erfolgen. Hierbei ist zu bedenken, dass der Differenzwert zwischen dem letzten Beurkundungswert und dem Verkaufswert mit 19,5 % Spekulationssteuer zu versteuern ist. Steuerresidente Eigentümer, die älter als 65 Jahre sind und die Immobilie durchgängig als Hauptwohnung benutzt haben, sind von der Gewinnsteuer befreit. Auch eine Reinvestition des Kaufpreises innerhalb eines Jahres auf den Balearen kann steuerbefreiende Wirkung haben. Im Übrigen sind mit Mehrwertsteuer versehene Bau- und Renovierungsrechnungen absetzbar.

Weiterlesen

Logo Footer

Rechtsanwälte Langhoff & Süselbeck Abogados S.L.
Avda. Rey Jaime I, 109, E-07180 Santa Ponsa Mallorca / Baleares
Telefon: (+34) 971 69 83 05, Fax: (+34) 971 69 96 25
mallorca@ra-lsk.de